Hakoah mit spätem Ausgleich gegen Hajduk
- Philipp Wyss
- 20. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 28. Mai
Wie in der vorangegangenen, 1:2 verlorenen Partie beim FC Engstringen 3 lag der FC Hakoah auch am Dienstagabend im Buchlern-Derby gegen den NK Hajduk zwischenzeitlich mit 0:2 im Rückstand. Diesmal wurde die positive Reaktion des Teams immerhin noch mit einem Punkt belohnt.
Als nach einer Schweigeminute für ein Mitglied aus der Hajduk-Familie der Anpfiff ertönte, erwischte Hakoah den besseren Start ins Spiel, machte hinten die Räume dicht, hatte aber vorne auch etwas Mühe, Gefährliches zu kreieren. Yair Berlinka wagte zwei Abschlussversuche, doch beim ersten in der 17. Minute landete der Ball in den Fängen des neuen Hajduk-Trainers und ehemaligen FCZ-Super-League-Akteurs Krešimir Stanić, der sich für diese Partie ins Tor stellte, beim zweiten in Minute 26 flog der Ball knapp am linken Pfosten vorbei. Mit der Zeit verlagerte sich das Spielgeschehen dann immer mehr in die Hakoah-Hälfte, und was man fast schon hatte kommen sehen können, traf in der 29. Minute ein: Hajduk ging auf einen Eckball hin 1:0 in Führung. Nur gerade etwas mehr als acht Minuten später hiess es bereits 2:0 für die Kroaten, nachdem diese einen Ballverlust Hakoahs auf der Mittellinie zu einem schnellen Konter nutzten; gegen den schön platzierten Abschluss war Keeper Elior Goldberger machtlos. Hakoah konnte sich allerdings rasch fangen und zeigte eine Reaktion. Diese gipfelte in der 44. Minute im sehenswertesten Spielzug der ganzen Partie, als Amiel Kin seinen Mitspieler Ariel Bloch lancierte, der auf der linken Seite vorstiess und den Ball im perfekten Moment an Stanić vorbei quer zum mitgelaufenen Max Guggenheim legte, der in seiner Laufbahn auch schon schwierigere Tore erzielt hatte.
In der zweiten Halbzeit, in der wie vor dem Spiel festgelegt Avi Levy das Hakoah-Gehäuse hütete, war unsere Mannschaft das offensiv aktivere Team, ohne dass vorerst allerdings allzu viel Gefahr vor dem Hajduk-Tor entstand. In der 69. Minute setzte dann aber Yoel Ismajovich, der an diesem Abend etwas spät ins Spiel gefunden hatte, zu einem eindrücklichen Sololauf an, verpasste aber den richtigen Zeitpunkt für den Abschluss, so dass Stanić mit einer tollen Parade glänzen konnte. Nur drei Minuten später musste Yoel erneut feststellen, dass der ex-FCZler auch über gewisse Torhüterfähigkeiten verfügt. In der 83. Minute war dann allerdings auch Stanić chancenlos, als Uri Sebestyén einen abgeprallten Ball ohne zu zögern flach in die entfernte Ecke hämmerte. Hakoah hielt den Druck auch in den letzten Minuten weiter aufrecht, was die Feststellung unterstrich, dass an diesem Abend durchaus auch mehr als ein Punkt möglich gewesen wäre. Dass es am Ende überhaupt dieser eine Punkt wurde, ist allerdings Avi zu verdanken, der in der zweiten Nachspielminute mit einer Glanztat einen späten Lucky Punch der Hajduken verhindern konnte.
FC Hakoah: 1 Elior Goldberger (ab 46.: 12 Abraham Levy), 2 Joël Wildmann, 5 Yehudah Gol, 6 Max Guggenheim, 8 Yair Berlinka, 10 Yoel Ismajovich Frutos, 16 Alon Landmann, 18 Samuel Goldberger, 20 Pascal Hegglin, 21 Liron Blumberg, 93 Vasco Rasi. – 7 Ariel Bloch, 9 Amiel Kin, 11 Jérôme van Gelder, 15 Mick Ganser, 19 Uri Sebestyén. – Coach: Ethan Messinger.

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