Der neue Hakoah-Trainer Adis Basic unter der Lupe
- Philipp Wyss
- 30. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Das Fanionteam des FC Hakoah steigt mit Adis Basic als neuem Dirigenten an der Seitenlinie und damit Nachfolger von Ethan Messinger in die finale Vorbereitungsphase zur Ende August beginnenden Saison 2026/27. Der 37-jährige kaufmännische Angestellte weist trotz seines noch eher jugendlichen Alters bereits breite Erfahrung auf verschiedenen Ebenen des Fussballbereichs auf.
Das Fussballspiel erlernte Adis beim FC Ems im Bündnerland, wo er den Weg vom Juniorenbereich bis in die 3. Liga zurücklegte, bevor er zu dem damals von seinem Vater präsidierten Drittligisten SD Mladost Chur wechselte. Nach der Auflösung des Immigranten-Vereins folgte ein kurzes Firmenfussball-Intermezzo, bevor es Adis der Reihe nach zu den Stationen FC Mels, FC Wagen und FC Freienbach verschlug. Nach einem misslungenen Versuch zur Reaktivierung von Mladost kehrte er zu den Schwyzern zurück, bei denen er als Spielertrainer der dritten Mannschaft wirkte. Auf die Saison 2025/26 übernahm er als Trainer die zweite Mannschaft des Nachbarvereins FC Wollerau, wobei er selber auf Seniorenebene für die SG Freienbach/Wollerau auch noch immer selber die Fussballschuhe schnürte.
Ein Angebot als Sportchef bei einem Club im Nordwesten des Kantons Zürich vermochte Adis nicht zu befriedigen; er vermisste bald die Trainerbank. Nun steigt er mit dem FC Hakoah in einen neuen Abschnitt seiner Trainerlaufbahn. «Die können tschutten», antwortet er auf die Frage nach seinem ersten Eindruck seines neuen Teams. «Was mir besonders positiv aufgefallen ist, dass die Jungs sehr viel miteinander kommunizieren. Gewisse Sachen müssen wir natürlich noch anschauen und einüben, aber das ist ja normal, wenn ein neuer Coach übernimmt. Aber ich habe sehr viel Intelligenz ausgemacht und mit Freude gesehen, dass die Spieler den Ball laufen lassen können.» Dies entspricht genau der Art Fussball, den Adis von seinem Team sehen will. «Komplett offensiven. In Wollerau hat das Team in einem halben Jahr unter meiner Fittiche doppelt soviele Tore geschossen, wie in den beiden Jahren davor. Das Problem war, dass die Defensive aus verschiedenen Gründen nicht auf demselben Level agieren konnte. Weiter erwarte ich von meinen Spielern sehr viel Willen und die Bereitschaft, sich das Spielverständnis zu meinem System anzueignen.» Wie lauten die sportlichen Vorgaben? «Nach der Teambuildingphase ist spätestens in der zweiten Saison der Aufstieg vorgesehen», so Adis.
Hakoahs neuer Trainer ist ein typischer Fussballbegeisterter. Andere Hobbys gibt es nicht wirklich, denn die freie Zeit gehört vollumfänglich der Partnerin sowie den drei Kindern im Alter von zehn, acht und vier Jahren. Ausnahmen bilden Stadionbesuche im Letzigrund anlässlich von FCZ-Heimspielen. Der Fernseher wird hie und da für Partien von Real Madrid oder des FC Liverpool angeschaltet. Und wohin ging bislang die weiteste Reise für ein Fussballspiel? «Nach Hamburg zum Stadtderby HSV gegen St. Pauli. Hie und da gibt es auch Reisen mit dem Bruder, einem Bayern-Fan, nach München.»

Kommentare