Der FC Hakoah holt sich den Dreier gegen Wiedikon 3
- Philipp Wyss
- vor 3 Tagen
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Es war beileibe nicht das Spiel der vielen Torchancen an diesem wettermässig perfekten Fussballsonntagmorgen auf der Altstettner Buchlern. Entsprechend war es denn auch ein Penaltytreffer, der den Hakoahnern schiesslich den 1:0-Erfolg über die dritte Mannschaft des FC Wiedikon einbrachte. Es handelte sich um den ersten Dreier nach vier sieglosen Partien in Folge des mit 5:1 gewonnenen Auswärtsspiels bei den Reserven des Inter Club Zurigo am 5. Oktober 2025.
Ab dem Anpfiff wiesen die Bemühungen der Hakoahner und der Wiediker Akteure auf dem Rasen eine grosse Gemeinsamkeit auf: Sie mündeten nur in äusserst raren Fällen in einem Abschluss Richtung gegnerischem Tor; zumeist versandeten die offensiven Vorstösse mit dem letzten, oftmals auch schon mit dem vorletzten Pass, der den Mitspieler nicht finden wollte. Flog der Ball trotzdem mal aufs Gehäuse, war er leichte Beute von Hakoah-Keeper Avi Levy respektive seines Gegenübers im Wiediker Dress. Besagter Gästekeeper war es aber dann, der nach einer guten halben Stunde in seinem Strafraum Yair Berlinka abräumte und damit dem Referee keine andere Chance liess, als auf den Punkt zu zeigen. Wie bereits in der Partie die Woche davor bei der US Avellino Zurigo gab sich Max Guggenheim keine Blösse und versenkte den Penalty diskussionslos mit einem strammen Schuss in die untere rechte Ecke.
Dass diese 1:0-Führung zur 36. Minute angesichts des bisherigen Spielgeschehens bereits einen vorentscheidenden Charakter haben könnte, war zu jenem Zeitpunkt zwar eine blosse Ahnung, erwies sich aber als richtig. Zwar versuchten die Gäste zeitweise, etwas mehr Druck aufzubauen, doch wirklich gefährlich im Hakoah-Strafraum wurde es nur einmal zirka zur Mitte der zweiten Halbzeit; doch im zweiten Anlauf befand sich der Ball dann doch wieder in den Fängen Avis.
Dass die drei Punkte schliesslich auch verdient auf dem Konto des FC Hakoah landeten, ist dem Umstand geschuldet, dass es Ethans Team gelang, den Gegner jeweils doch ziemlich auf Distanz zum eigenen Gehäuse zu halten. Sinnbildlich dafür war die Schlussviertelstunde, als die Wiediker eigentlich zu einem Schlussspurt ansetzen wollten, jedoch chancenlos dabei blieben, die blaue Mauer zu durchbrechen; vielfach war schon an der Mittellinie Ende Feuer. Im Gegenteil: Die Torchancen ergaben sich im Konterspiel auf der anderen Seite. Bei der grössten davon hatten die Gäste Glück, spielten sich die Hakoahner selbst ins Offside. Spielte dann letztlich aber auch keine Rolle, da Hakoah keine Schwierigkeiten bekundete, das „Zu-Null“ bis zum Schlusspfiff zu verteidigen.
FC Hakoah: 12 Abraham Levy, 4 Noah Müller, 6 Max Guggenheim, 7 Ariel Bloch, 8 Yair Berlinka, 11 Jérôme van Gelder, 16 Yoel Ismajovich Frutos, 19 Alon Frenkel, 20 Pascal Hegglin, 21 Matthias Rom, 22 Liron Blumberg. – 1 Elior Goldberger, 2 Joël Wildmann, 5 Yehudah Gol, 9 Amiel Kin, 18 Samuel Goldberger, 23 Yaron Korn. – Coach: Ethan Messinger.

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